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Asthma bronchiale – mehr als eine Erkrankung der Atemwege
Asthma bronchiale wird meist als chronische Entzündung der Atemwege verstanden. Die Behandlung konzentriert sich häufig darauf, die Entzündung zu kontrollieren und die Atmung zu erleichtern.
Doch manchmal entsteht eine weitere Frage:
Warum entwickelt ein Mensch überhaupt eine dauerhafte Überempfindlichkeit der Atemwege?
Eine tiefenmedizinische Betrachtung erweitert deshalb die Fragestellung und bezieht neben den Atemwegen auch Stoffwechsel, Immunsystem und weitere Regulationsprozesse mit ein.
Wenn das Immunsystem dauerhaft in Alarmbereitschaft bleibt
Ein wichtiger Aspekt ist die individuelle Reaktionsbereitschaft des Immunsystems.
Viele Menschen mit Asthma zeigen gleichzeitig eine erhöhte Allergieneigung – beispielsweise gegenüber Pollen, Hausstaub, Tierhaaren oder anderen Umweltreizen.
Das Immunsystem reagiert dabei nicht nur kurzfristig, sondern befindet sich teilweise in einer anhaltenden Aktivierung. Die Schleimhäute werden empfindlicher und Entzündungsprozesse leichter ausgelöst.
Welche Rolle können Infekte spielen?
Nicht selten berichten Betroffene, dass Beschwerden nach einem vorausgegangenen Infekt begonnen haben oder sich deutlich verändert haben.
Dabei können sowohl virale als auch bakterielle Infektionen eine Rolle spielen.
Infekte verändern vorübergehend die Schleimhäute und beeinflussen die Aktivität des Immunsystems. In einzelnen Fällen bleibt eine erhöhte Empfindlichkeit der Atemwege länger bestehen als die eigentliche Infektion.
Deshalb kann es sinnvoll sein, auch die Vorgeschichte in die Betrachtung einzubeziehen.
Darm und Lunge – zwei eng verbundene Systeme
Darm und Lunge erscheinen auf den ersten Blick weit voneinander entfernt.
Tatsächlich gehören beide zu den großen Schleimhautorganen des Körpers und stehen in engem Austausch.
Veränderungen der Darmflora oder der Immunregulation können Einfluss auf entzündliche Prozesse nehmen und die Reaktionsbereitschaft des Immunsystems beeinflussen.
Energie und Stoffwechsel
Chronische Entzündungsprozesse benötigen Energie.
Deshalb können auch Stoffwechselprozesse, die Nährstoffversorgung und die allgemeine Belastbarkeit des Organismus mit darüber entscheiden, wie gut Regulationsprozesse gelingen.
Wenn die Atmung auf Stress reagiert
Viele Menschen mit Asthma kennen das Gefühl, dass sich innere Anspannung oder Erschöpfung unmittelbar auf die Atmung auswirken.
Das vegetative Nervensystem spielt dabei eine wichtige Rolle und kann Einfluss auf die Empfindlichkeit der Atemwege nehmen.
Die tiefenmedizinische Fragestellung
Eine tiefenmedizinische Betrachtung ersetzt keine etablierte Diagnostik oder Therapie.
Sie erweitert jedoch die Perspektive.
Nicht nur:
Wie können die Atemwege entlastet werden?
Sondern zusätzlich:
Welche Faktoren könnten dazu beitragen, dass das Immunsystem dauerhaft in erhöhter Alarmbereitschaft bleibt?
Peter Wegmann
Heilpraktiker in vierter Genration
Über 30 Jahre Berufserfahrung
Ich verbinde moderne Labordiagnostik mit naturheilkundlicher Erfahrung
und einem klaren Blick auf die individuellen Zusammenhänge jedes Menschen