
Extrasystolen – wenn das Herz stolpert
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Viele Menschen kennen das Gefühl plötzlich auftretender Herzstolperer. Das Herz schlägt kurz unregelmäßig, setzt gefühlt einen Moment aus oder schlägt besonders kräftig nach. Solche sogenannten Extrasystolen können beunruhigend sein und lösen nicht selten Angst oder starke innere Anspannung aus.
In vielen Fällen sind Extrasystolen zwar harmlos, dennoch sollten sie medizinisch abgeklärt werden – insbesondere wenn sie häufiger auftreten oder von weiteren Beschwerden begleitet werden.
Nicht immer nur Stress oder Mineralstoffe
Neben Stress, Nervosität oder Mineralstoffverschiebungen gibt es jedoch weitere mögliche Einflussfaktoren, die häufig weniger Beachtung finden. Dazu gehören unter anderem Blutdruckschwankungen, ein dauerhaft niedriger Blutdruck, Flüssigkeitsmangel, bestimmte Medikamente, hormonelle Veränderungen oder vegetative Dysregulationen.
Welche Rolle spielt die Schilddrüse?
Auch Veränderungen im Bereich der Schilddrüse können die Reizleitung und Schlagfrequenz des Herzens beeinflussen. Sowohl Überfunktionen als auch funktionelle Dysbalancen werden von Betroffenen nicht selten mit Herzstolpern, innerer Unruhe oder Herzrasen in Verbindung gebracht.
Histamin – ein oft unterschätzter Zusammenhang?
Auch Histamin wird in diesem Zusammenhang zunehmend diskutiert. Manche Menschen berichten insbesondere nach histaminreichen Mahlzeiten über Herzklopfen, innere Unruhe, Hitzewallungen oder Extrasystolen. Nicht selten treten die Beschwerden gemeinsam mit Verdauungsproblemen, Hautreaktionen oder Schlafstörungen auf.
Wenn der Bauch Einfluss auf das Herz nimmt
Auch Magen-Darm-Prozesse können eine Rolle spielen. Beim sogenannten Roemheld-Syndrom führen starke Gasansammlungen oder Druckverhältnisse im Bauchraum dazu, dass Herzstolpern, Druckgefühle oder Atembeschwerden ausgelöst werden können.
Einige Betroffene beobachten zudem Zusammenhänge mit bestimmten Lebensmitteln. Vor allem stark verarbeitete Produkte, große Mahlzeiten oder individuelle Unverträglichkeiten – beispielsweise gegenüber Weizen oder Gluten – scheinen bei manchen Menschen die Reizempfindlichkeit des vegetativen Nervensystems zu beeinflussen.
Chronische Reize und individuelle Auslöser
Auch chronische Entzündungsprozesse oder sogenannte Zahnherde werden in diesem Zusammenhang immer wieder diskutiert, insbesondere wenn Beschwerden über längere Zeit bestehen und keine eindeutige Ursache gefunden werden kann.
Viele Menschen berichten außerdem, dass die Beschwerden besonders in Ruhephasen oder nachts stärker wahrgenommen werden.
Ein Blick auf mögliche Zusammenhänge
Gerade deshalb lohnt sich häufig ein differenzierter Blick auf mögliche Zusammenhänge und individuelle Auslöser.
Peter Wegmann
Heilpraktiker in vierter Genration
Über 30 Jahre Berufserfahrung
Ich verbinde moderne Labordiagnostik mit naturheilkundlicher Erfahrung
und einem klaren Blick auf die individuellen Zusammenhänge jedes Menschen