Entzündungen & Immunsystem

CRP (C-reaktives Protein)

CRP (C-reaktives Protein) ist ein Eiweiß, das in der Leber gebildet wird und zu den sogenannten Akute-Phase-Proteinen gehört. Es steigt bei Entzündungen, Infektionen und Gewebeschädigungen häufig innerhalb weniger Stunden an und zählt zu den wichtigsten Laborwerten zur Beurteilung entzündlicher Prozesse im Körper.


CRP ist wichtig für:

  • Die Erkennung von Entzündungen im Körper
  • Die Beurteilung von Infektionen
  • Die Verlaufskontrolle entzündlicher Erkrankungen
  • Die Überwachung des Therapieerfolgs
  • Die Einschätzung von Gewebeschädigungen
  • Die Unterstützung der Immunabwehr


Die Bildung von CRP wird vor allem durch entzündungsfördernde Botenstoffe wie Interleukin-6 (IL-6) angeregt. Bei akuten Entzündungen kann der CRP-Wert innerhalb kurzer Zeit deutlich ansteigen und nach erfolgreicher Behandlung wieder rasch abfallen.


Erhöhte CRP-Werte können unter anderem auftreten bei:

  • Akuten bakteriellen Infektionen
  • Viralen Infektionen
  • Chronischen Entzündungen
  • Rheumatischen Erkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Nach Operationen
  • Nach Verletzungen oder Verbrennungen
  • Bestimmten Tumorerkrankungen
  • Gewebeschädigungen verschiedener Ursachen


Erniedrigte beziehungsweise normale CRP-Werte werden in der Regel bei gesunden Personen beobachtet und haben meist keine eigenständige klinische Bedeutung.


Erhöhte CRP-Werte verursachen selbst keine Beschwerden. Die Symptome richten sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung. Häufig treten beispielsweise Fieber, Müdigkeit, Schmerzen, Schwellungen oder allgemeines Krankheitsgefühl auf.


Bei der Interpretation des CRP-Wertes sollte berücksichtigt werden, dass CRP ein sehr empfindlicher, jedoch unspezifischer Entzündungsmarker ist. Ein erhöhter Wert zeigt an, dass im Körper eine Entzündungsreaktion stattfindet, erlaubt jedoch keine Aussage über die genaue Ursache oder den Ort der Entzündung. Daher sollte die Beurteilung stets im Zusammenhang mit Beschwerden, Untersuchungsbefunden und weiteren Laborwerten erfolgen.


Zur Beurteilung von Entzündungen und Infektionen werden häufig zusätzlich folgende Laborwerte bestimmt:

  • Leukozytenzahl
  • Differentialblutbild
  • Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG)
  • Procalcitonin (PCT)
  • Interleukin-6 (IL-6)
  • Ferritin


Hinweis: CRP ist einer der wichtigsten Laborwerte zur Erkennung und Verlaufskontrolle von Entzündungen. Erhöhte Werte können auf Infektionen, Entzündungen oder Gewebeschädigungen hinweisen, sind jedoch nicht spezifisch für eine bestimmte Erkrankung. Die Interpretation sollte daher immer gemeinsam mit weiteren Laborwerten und dem klinischen Befund erfolgen.

Lymphozyten

Lymphozyten sind eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und spielen eine zentrale Rolle in der Immunabwehr. Sie gehören zum sogenannten adaptiven Immunsystem und sind maßgeblich daran beteiligt, Krankheitserreger zu erkennen, zu bekämpfen und immunologische Erinnerungen aufzubauen.

Lymphozyten werden überwiegend im Knochenmark gebildet und reifen in verschiedenen Organen des Immunsystems weiter aus. Zu den wichtigsten Untergruppen gehören:

T-Lymphozyten – steuern die Immunantwort und bekämpfen infizierte oder veränderte Körperzellen.

  • B-Lymphozyten – produzieren Antikörper gegen Krankheitserreger.
  • Natürliche Killerzellen (NK-Zellen) – erkennen und zerstören virusinfizierte oder entartete Zellen.

Lymphozyten spielen eine wichtige Rolle bei:

  • Der Abwehr von Viren
  • Der Bekämpfung von Bakterien und anderen Erregern
  • Der Bildung von Antikörpern
  • Der Immunüberwachung von Tumorzellen
  • Der Steuerung von Entzündungs- und Immunreaktionen

Erhöhte Lymphozytenwerte können unter anderem auftreten bei:

  • Virusinfektionen
  • Bestimmten bakteriellen Infektionen
  • Chronischen Entzündungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Bestimmten Erkrankungen des blutbildenden Systems


Erniedrigte Lymphozytenwerte können beispielsweise beobachtet werden bei:

  • Akutem oder chronischem Stress
  • Schweren Infektionen
  • Einnahme bestimmter Medikamente
  • Autoimmunerkrankungen
  • Mangelzuständen
  • Erkrankungen des Immunsystems


Die Beurteilung der Lymphozyten erfolgt meist im Rahmen des Differenzialblutbildes und sollte stets gemeinsam mit weiteren Laborwerten betrachtet werden, darunter:

  • Leukozyten
  • Neutrophile Granulozyten
  • Monozyten
  • Eosinophile Granulozyten
  • Basophile Granulozyten
  • Entzündungsmarker wie CRP oder BSG


Hinweis: Lymphozyten sind zentrale Zellen der spezifischen Immunabwehr und spielen eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Infektionen sowie der Immunüberwachung. Veränderungen der Lymphozytenzahl können Hinweise auf Infektionen, Immunstörungen, Entzündungsprozesse oder Belastungen des Immunsystems liefern und sollten immer im Zusammenhang mit weiteren Befunden beurteilt werden.

Leukozyten

Leukozyten, auch weiße Blutkörperchen genannt, sind ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, den Körper vor Krankheitserregern, Fremdstoffen und geschädigten Zellen zu schützen. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Abwehr von Infektionen sowie bei Entzündungs- und Immunreaktionen.

Leukozyten werden überwiegend im Knochenmark gebildet und gelangen von dort in den Blutkreislauf und das Gewebe. Sie setzen sich aus verschiedenen Untergruppen zusammen, die jeweils spezielle Aufgaben erfüllen:

  • Neutrophile Granulozyten
  • Lymphozyten
  • Monozyten
  • Eosinophile Granulozyten
  • Basophile Granulozyten


Gemeinsam bilden sie die Grundlage der körpereigenen Immunabwehr.

Erhöhte Leukozytenwerte können unter anderem auftreten bei:

  • Akuten Infektionen
  • Entzündungen
  • Körperlichem oder psychischem Stress
  • Verletzungen und Operationen
  • Rauchen
  • Bestimmten Medikamenten
  • Erkrankungen des blutbildenden Systems


Erniedrigte Leukozytenwerte können beispielsweise beobachtet werden bei:

  • Virusinfektionen
  • Bestimmten Autoimmunerkrankungen
  • Knochenmarkserkrankungen
  • Mangelzuständen
  • Nebenwirkungen bestimmter Medikamente
  • Erkrankungen des Immunsystems


Die Gesamtzahl der Leukozyten liefert einen ersten Überblick über die Aktivität des Immunsystems. Für eine genauere Beurteilung wird häufig zusätzlich ein Differenzialblutbild erstellt, das die verschiedenen Untergruppen der Leukozyten getrennt erfasst.

Zur Interpretation werden häufig weitere Laborwerte herangezogen, darunter:

  • Neutrophile Granulozyten
  • Lymphozyten
  • Monozyten
  • Eosinophile Granulozyten
  • Basophile Granulozyten
  • CRP
  • BSG


Hinweis: Leukozyten sind die wichtigsten Abwehrzellen des Körpers. Veränderungen ihrer Anzahl können Hinweise auf Infektionen, Entzündungen, Immunreaktionen oder Störungen der Blutbildung liefern. Für eine aussagekräftige Beurteilung sollte der Wert immer gemeinsam mit dem Differenzialblutbild und weiteren Laborbefunden betrachtet werden.

BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit)

Die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG), auch Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit genannt, ist ein klassischer Laborwert zur Beurteilung von Entzündungsprozessen im Körper. Dabei wird gemessen, wie schnell die roten Blutkörperchen innerhalb eines bestimmten Zeitraums in einem Blutröhrchen absinken.

Eine erhöhte BSG kann auf Entzündungen, Infektionen oder andere Erkrankungen hinweisen. Der Wert steigt jedoch meist langsamer an als das C-reaktive Protein (CRP) und reagiert auch verzögert auf Veränderungen des Krankheitsverlaufs.

Erhöhte BSG-Werte können unter anderem auftreten bei:

  • Akuten und chronischen Entzündungen
  • Infektionen
  • Rheumatischen Erkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Bestimmten Tumorerkrankungen

Die BSG ist ein unspezifischer Marker. Ein erhöhter Wert zeigt an, dass im Körper ein entzündlicher oder krankhafter Prozess vorliegen kann, gibt jedoch keine Auskunft über die genaue Ursache.

Auch andere Faktoren können die Blutsenkung beeinflussen. So können beispielsweise Alter, Schwangerschaft oder Veränderungen der Bluteiweiße zu erhöhten Werten führen, ohne dass eine akute Erkrankung vorliegt.

Die Beurteilung der BSG erfolgt daher meist gemeinsam mit weiteren Laborwerten wie CRP, Leukozyten und dem Differenzialblutbild. Zusammen können diese Werte wichtige Hinweise auf Entzündungen und die Aktivität des Immunsystems liefern.

Eosinophile Granulozyten (Eosinophilie)

Eosinophile Granulozyten sind eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und spielen eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr. Sie sind insbesondere an Reaktionen auf Parasiten sowie an allergischen und entzündlichen Prozessen beteiligt.

Von einer Eosinophilie spricht man, wenn die Anzahl der eosinophilen Granulozyten im Blut erhöht ist. Dies kann verschiedene Ursachen haben und sollte immer im Zusammenhang mit Beschwerden, Vorerkrankungen und weiteren Laborwerten beurteilt werden.

Häufige Ursachen einer Eosinophilie sind:

Leicht erhöhte Werte sind nicht ungewöhnlich und müssen nicht zwangsläufig auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen. Bei deutlich erhöhten oder dauerhaft auffälligen Befunden kann jedoch eine weiterführende Abklärung sinnvoll sein.

Die Beurteilung eosinophiler Granulozyten erfolgt häufig gemeinsam mit dem Differenzialblutbild sowie weiteren Entzündungs- und Immunmarkern.

Gerade im Zusammenhang mit Allergien, Asthma, Hauterkrankungen oder unklaren Entzündungsprozessen können eosinophile Granulozyten wertvolle Hinweise auf die zugrunde liegenden Zusammenhänge liefern.

Immunglobuline (IgA, IgG, IgM und IgE)

Immunglobuline, auch Antikörper genannt, sind Eiweißstoffe des Immunsystems. Sie werden von speziellen Abwehrzellen gebildet und helfen dem Körper dabei, Krankheitserreger, Fremdstoffe und andere potenziell schädliche Strukturen zu erkennen und zu bekämpfen.

Die Bestimmung der Immunglobuline kann wichtige Hinweise auf die Funktion des Immunsystems, chronische Entzündungen, Allergien oder bestimmte Infektionen liefern.

Immunglobulin A (IgA)

IgA ist vor allem auf den Schleimhäuten von Atemwegen, Darm und Harnwegen zu finden. Es bildet eine wichtige Schutzbarriere gegen Krankheitserreger und spielt eine zentrale Rolle bei der Schleimhautimmunität.

Erniedrigte IgA-Werte können mit einer erhöhten Infektanfälligkeit einhergehen. Erhöhte Werte werden unter anderem bei chronischen Entzündungen oder bestimmten Lebererkrankungen beobachtet.

Immunglobulin G (IgG)

IgG ist das häufigste Immunglobulin im Blut und spielt eine wichtige Rolle bei der langfristigen Immunabwehr. Es ist an der Abwehr von Bakterien, Viren und anderen Krankheitserregern beteiligt und bildet die Grundlage vieler erworbener Immunreaktionen.

Veränderungen der IgG-Werte können Hinweise auf chronische Infektionen, Autoimmunerkrankungen, Immundefekte oder andere Störungen des Immunsystems liefern.

Immunglobulin M (IgM)

IgM wird häufig als erstes Immunglobulin bei einer akuten Infektion gebildet. Es gehört zur frühen Immunantwort und kann Hinweise auf eine aktuelle oder kürzlich durchgemachte Infektion geben.

Erhöhte Werte treten unter anderem bei akuten Infekten auf, während erniedrigte Werte auf Störungen der Immunfunktion hinweisen können.

Immunglobulin E (IgE)

IgE spielt eine besondere Rolle bei allergischen Reaktionen und der Abwehr bestimmter Parasiten. Erhöhte IgE-Werte werden häufig bei Allergien, Asthma bronchiale, Neurodermitis oder parasitären Infektionen beobachtet.

Ein erhöhter Gesamt-IgE-Wert allein beweist jedoch keine Allergie. Für eine gezielte Diagnostik können zusätzlich spezifische IgE-Antikörper bestimmt werden.

Die Beurteilung der Immunglobuline erfolgt immer im Zusammenhang mit Beschwerden, Krankengeschichte und weiteren Laborwerten. Sie liefern wichtige Informationen über die Aktivität und Funktion des Immunsystems und können zur Abklärung von Infektanfälligkeit, Allergien oder chronischen Entzündungsprozessen beitragen.

Interleukin-6 (IL-6)

Interleukin-6 (IL-6) ist ein Botenstoff des Immunsystems, der zu den sogenannten Zytokinen gehört. Es wird von verschiedenen Zellen des Körpers gebildet, insbesondere von Immunzellen, Endothelzellen und Fibroblasten. IL-6 spielt eine zentrale Rolle bei Entzündungsreaktionen, der Immunabwehr und der Regulation zahlreicher Stoffwechselprozesse.

Interleukin-6 ist wichtig für:

  • Die Steuerung von Entzündungsreaktionen
  • Die Aktivierung und Regulation des Immunsystems
  • Die Abwehr von Infektionen
  • Die Bildung von Akute-Phase-Proteinen in der Leber
  • Die Kommunikation zwischen Immunzellen
  • Die Regulation von Blutbildung und Stoffwechselprozessen


Die Freisetzung von IL-6 erfolgt als Reaktion auf Infektionen, Gewebeschäden oder andere Reize des Immunsystems. Es wirkt sowohl lokal am Ort der Entzündung als auch systemisch im gesamten Körper. Unter anderem stimuliert IL-6 die Leber zur Bildung von Akute-Phase-Proteinen wie dem C-reaktiven Protein (CRP).

Erhöhte IL-6-Werte können unter anderem auftreten bei:

  • Akuten bakteriellen oder viralen Infektionen
  • Chronischen Entzündungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Rheumatischen Erkrankungen
  • Sepsis (Blutvergiftung)
  • Bestimmten Tumorerkrankungen
  • Schweren Gewebeschädigungen
  • Nach Operationen oder Traumata


Erniedrigte IL-6-Werte haben in der Regel keine eigenständige klinische Bedeutung und werden meist als unauffällig angesehen.

Veränderte IL-6-Werte verursachen selbst keine Beschwerden. Die Symptome ergeben sich aus der zugrunde liegenden Erkrankung. Bei entzündlichen Prozessen können beispielsweise Fieber, Müdigkeit, Schmerzen, Abgeschlagenheit oder allgemeines Krankheitsgefühl auftreten.

Bei der Interpretation von IL-6-Werten sollte berücksichtigt werden, dass es sich um einen sehr empfindlichen, aber unspezifischen Entzündungsmarker handelt. Erhöhte Werte können bei zahlreichen unterschiedlichen Erkrankungen vorkommen und erlauben allein keine Diagnose. In bestimmten Situationen kann IL-6 bereits ansteigen, bevor andere Entzündungsmarker wie CRP oder die Blutsenkungsgeschwindigkeit auffällig werden.

Zur Beurteilung von Entzündungen und Immunreaktionen werden häufig zusätzlich folgende Laborwerte bestimmt:

  • C-reaktives Protein (CRP)
  • Procalcitonin (PCT)
  • Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG)
  • Leukozytenzahl
  • Differentialblutbild
  • Ferritin
  • Tumornekrosefaktor alpha (TNF-α)


Hinweis: Interleukin-6 ist ein wichtiger Botenstoff des Immunsystems und spielt eine zentrale Rolle bei Entzündungen und Infektionen. Erhöhte Werte können auf eine Aktivierung des Immunsystems hinweisen, sind jedoch nicht spezifisch für eine bestimmte Erkrankung. Die Beurteilung sollte stets gemeinsam mit weiteren Entzündungs- und Laborparametern erfolgen.

Lymphozyten CD4 und CD8

CD4- und CD8-Lymphozyten sind spezialisierte Untergruppen der T-Lymphozyten und damit wichtige Bestandteile des Immunsystems. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Erkennung, Steuerung und Bekämpfung von Infektionen sowie bei der Regulation der Immunabwehr. Die Bestimmung von CD4- und CD8-Zellen kann wertvolle Hinweise auf die Funktion des Immunsystems liefern.

CD4- und CD8-Lymphozyten sind wichtig für:

  • Die Steuerung der Immunantwort
  • Die Abwehr von Viren, Bakterien und anderen Krankheitserregern
  • Die Aktivierung anderer Immunzellen
  • Die Erkennung und Beseitigung infizierter Zellen
  • Die Überwachung von Tumorzellen
  • Die Regulation von Entzündungs- und Abwehrreaktionen


CD4-Lymphozyten werden häufig als T-Helferzellen bezeichnet. Sie koordinieren die Immunabwehr, indem sie andere Immunzellen aktivieren und steuern. CD8-Lymphozyten, auch zytotoxische T-Zellen genannt, können virusinfizierte oder krankhaft veränderte Zellen gezielt zerstören.

Erhöhte CD4- oder CD8-Werte können unter anderem auftreten bei:

  • Akuten Infektionen
  • Chronischen Infektionen
  • Bestimmten Autoimmunerkrankungen
  • Aktivierten Immunreaktionen
  • Nach Impfungen
  • Einzelnen lymphatischen Erkrankungen

Erniedrigte CD4- oder CD8-Werte können beispielsweise beobachtet werden bei:

  • Angeborenen oder erworbenen Immundefekten
  • HIV-Infektion
  • Bestimmten Virusinfektionen
  • Immunsuppressiver Therapie
  • Nach Organtransplantationen
  • Schweren Allgemeinerkrankungen
  • Bestimmten Blut- und Knochenmarkerkrankungen


Veränderte CD4- oder CD8-Werte verursachen selbst keine Beschwerden. Die Symptome richten sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung. Bei einer eingeschränkten Immunfunktion können beispielsweise häufige oder ungewöhnlich schwere Infektionen auftreten.

Bei der Interpretation der CD4- und CD8-Werte sollte berücksichtigt werden, dass sowohl die absolute Zellzahl als auch das Verhältnis von CD4- zu CD8-Lymphozyten (CD4/CD8-Quotient) wichtige Informationen liefern können. Die Werte können zudem durch Infektionen, Medikamente, Stress oder andere Belastungen beeinflusst werden.

Zur Beurteilung der Immunfunktion werden häufig zusätzlich folgende Laborwerte bestimmt:

  • Gesamtleukozyten
  • Lymphozytenzahl
  • CD3-Lymphozyten
  • CD19-Lymphozyten
  • Natürliche Killerzellen (NK-Zellen)
  • Immunglobuline (IgG, IgA, IgM)
  • CRP
  • Interleukin-6 (IL-6)

Hinweis: CD4- und CD8-Lymphozyten sind zentrale Bestandteile der zellulären Immunabwehr. Veränderungen der Zellzahlen oder des CD4/CD8-Verhältnisses können Hinweise auf Infektionen, Immundefekte, Autoimmunerkrankungen oder andere Störungen des Immunsystems geben. Die Interpretation sollte stets im Zusammenhang mit weiteren immunologischen Befunden und dem klinischen Gesamtbild erfolgen.

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