Der Borreliose-Westernblot ist ein spezielles Laborverfahren zum Nachweis von Antikörpern gegen Borrelien. Borrelien sind Bakterien, die durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen werden können und die Lyme-Borreliose verursachen.
Der Westernblot wird in der Regel als Bestätigungstest eingesetzt, wenn ein vorheriger Suchtest (ELISA oder Immunoassay) auffällige oder grenzwertige Ergebnisse gezeigt hat. Durch die Untersuchung einzelner Borrelien-spezifischer Antikörper kann die Aussagekraft der Diagnostik erhöht werden.
Das Immunsystem bildet nach Kontakt mit Borrelien verschiedene Antikörper. Dabei werden häufig IgM-Antikörper als Hinweis auf eine früheImmunreaktion und IgG-Antikörper als Hinweis auf einen länger zurückliegenden oder bestehenden Kontakt bestimmt.
Bei der Interpretation sollte berücksichtigt werden, dass ein positiver Antikörpernachweis nicht zwangsläufig eine aktuell aktive Infektion bedeutet. Antikörper können auch nach einer überstandenen Infektion über viele Jahre nachweisbar bleiben.
Ein negativer Befund schließt insbesondere in frühen Krankheitsstadien eine Borreliose nicht immer sicher aus, da die Antikörperbildung erst nach einiger Zeit einsetzt.
• Negativ
Die Bewertung erfolgt anhand spezifischer Antikörperbanden und laborabhängiger Beurteilungskriterien.
Hinweis: Der Borreliose-Westernblot dient als Bestätigungstest bei Verdacht auf eine Borrelieninfektion. Die Interpretation sollte stets gemeinsam mit der Krankengeschichte, möglichen Zeckenkontakten, Beschwerden und weiteren Laborbefunden erfolgen. Eine alleinige Beurteilung anhand des Antikörpernachweises ist nicht ausreichend
Das Epstein-Barr-Virus (EBV) gehört zur Familie der Herpesviren und ist weltweit weit verbreitet. Schätzungen zufolge haben über 90 % der Erwachsenen im Laufe ihres Lebens Kontakt mit dem Virus. Nach einer Infektion verbleibt EBV lebenslang im Körper und kann unter bestimmten Umständen erneut aktiv werden.
EBV ist der Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers (infektiöse Mononukleose). Die Übertragung erfolgt hauptsächlich über Speichel, weshalb die Erkrankung umgangssprachlich auch als „Kusskrankheit“ bezeichnet wird.
Zur Beurteilung einer EBV-Infektion werden verschiedene Antikörper bestimmt. Anhand der Kombination dieser Antikörper kann häufig zwischen einer akuten Infektion, einer zurückliegenden Infektion oder einer möglichen Reaktivierung unterschieden werden.
Die Kombination dieser Marker ermöglicht eine genauere Einschätzung des Infektionsstatus.
Bei der Interpretation sollte berücksichtigt werden, dass ein positiver Antikörpernachweis häufig lediglich einen früheren Kontakt mit EBV widerspiegelt. Da die Mehrzahl der Erwachsenen Antikörper gegen EBV besitzt, ist eine isolierte Betrachtung einzelner Werte oft nicht ausreichend.
Referenzbereich (EBV-Antikörper):
• Negativ
Die Referenzbereiche und die Interpretation sind abhängig vom jeweils bestimmten Antikörper (VCA-IgM, VCA-IgG, EBNA-IgG, EA-IgG) sowie vom verwendeten Testverfahren.
Hinweis: Die Interpretation der EBV-Diagnostik sollte stets anhand des gesamten Antikörperprofils sowie der klinischen Beschwerden erfolgen. Einzelne Antikörperwerte erlauben häufig keine sichere Aussage über eine aktuell aktive Infektion oder eine mögliche Reaktivierung.
Helicobacter pylori ist ein Bakterium, das die Magenschleimhaut besiedeln kann. Es gehört zu den häufigsten bakteriellen Infektionen weltweit und wird mit verschiedenen Erkrankungen des Magens in Verbindung gebracht. Der Nachweis von Helicobacter pylori im Stuhl dient der Feststellung einer aktiven Infektion.
Bei der Untersuchung wird ein spezifisches Antigen des Bakteriums im Stuhl nachgewiesen. Da hierbei Bestandteile des Erregers selbst bestimmt werden, eignet sich der Test besonders zur Erkennung einer aktuell bestehenden Infektion sowie zur Kontrolle des Behandlungserfolgs nach einer Therapie.
Bei der Interpretation sollte berücksichtigt werden, dass die Aussagekraft durch die Einnahme bestimmter Medikamente, insbesondere Protonenpumpenhemmer (Magensäureblocker) und Antibiotika, beeinflusst werden kann.
• Negativ
Die Bewertung erfolgt anhand des Nachweises von Helicobacter-pylori-Antigenen im Stuhl. Referenzbereiche können je nach Labor und Testverfahren variieren.
Hinweis: Der Nachweis von Helicobacter pylori im Stuhl gilt als zuverlässige Methode zum Nachweis einer aktiven Infektion. Die Interpretation sollte stets gemeinsam mit den Beschwerden, der Krankengeschichte und gegebenenfalls weiteren Untersuchungsbefunden erfolgen.
Ein Antibiogramm ist eine mikrobiologische Laboruntersuchung zur Bestimmung der Empfindlichkeit von Bakterien gegenüber verschiedenen Antibiotika. Ziel der Untersuchung ist es, das wirksamste Antibiotikum für die Behandlung einer bakteriellen Infektion zu identifizieren.
Für die Erstellung eines Antibiogramms wird zunächst ein Erreger aus einer Probe, beispielsweise Urin, Wundsekret, Stuhl, Sputum oder Blut, angezüchtet. Anschließend wird untersucht, wie empfindlich oder resistent die nachgewiesenen Bakterien auf verschiedene Antibiotika reagieren.
Das Antibiogramm unterstützt die gezielte Auswahl einer geeigneten Therapie und kann dazu beitragen, unnötige oder unwirksame Antibiotikagaben zu vermeiden.
gegenüber bestimmten Antibiotika eingestuft.
Der Nachweis resistenter Erreger kann Hinweise darauf geben, dass bestimmte Antibiotika voraussichtlich keine ausreichende Wirkung erzielen werden.
Bei der Interpretation sollte berücksichtigt werden, dass ein Antibiogramm nur die Empfindlichkeit des nachgewiesenen Erregers gegenüber den getesteten Antibiotika beurteilt. Die Auswahl einer geeigneten Behandlung hängt zusätzlich von der Art der Infektion, dem Erkrankungsort, Begleiterkrankungen und weiteren individuellen Faktoren ab.
• PCR-Untersuchungen
• Kein Referenzbereich vorhanden
Die Bewertung erfolgt anhand der Empfindlichkeit oder Resistenz des nachgewiesenen Erregers gegenüber den getesteten Antibiotika.
Hinweis: Ein Antibiogramm dient der gezielten Auswahl einer wirksamen antibiotischen Therapie. Die Interpretation sollte stets im Zusammenhang mit dem Erregernachweis, den Beschwerden und dem klinischen Befund erfolgen. Eine Resistenz bedeutet nicht zwangsläufig Therapieversagen, sollte jedoch bei der Behandlungsplanung berücksichtigt werden
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