Tumormarker & Nachsorge

Alpha-Fetoprotein (AFP)

Alpha-Fetoprotein (AFP) ist ein Eiweiß, das während der Entwicklung eines ungeborenen Kindes vor allem in Leber und Dottersack gebildet wird. Nach der Geburt sinkt die Konzentration im Blut normalerweise auf sehr niedrige Werte ab. Im Erwachsenenalter wird AFP vor allem als Tumormarker sowie zur Beurteilung bestimmter Lebererkrankungen eingesetzt.

Die Bestimmung des AFP kann Hinweise auf Erkrankungen der Leber oder bestimmte Tumorerkrankungen liefern. Der Wert eignet sich jedoch nicht als alleiniger Nachweis einer Erkrankung und sollte immer gemeinsam mit weiteren Untersuchungsbefunden beurteilt werden.


AFP ist wichtig für:

  • Die Diagnostik und Verlaufskontrolle bestimmter Tumorerkrankungen
  • Die Beurteilung von Lebererkrankungen
  • Die Verlaufskontrolle bei Leberkrebs
  • Die Überwachung von Tumortherapien
  • Die ergänzende Abklärung auffälliger Leberbefunde

Erhöhte AFP-Werte können unter anderem auftreten bei:

  • Hepatozellulärem Karzinom (Leberzellkrebs)
  • Keimzelltumoren
  • Chronischer Hepatitis
  • Leberzirrhose
  • Regenerationsprozessen der Leber
  • Bestimmten Tumorerkrankungen anderer Organe


Erniedrigte AFP-Werte haben bei Erwachsenen in der Regel keine eigenständige klinische Bedeutung und werden meist als unauffällig angesehen.

Erhöhte AFP-Werte verursachen selbst keine Beschwerden. Die Symptome richten sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung und können beispielsweise Müdigkeit, Gewichtsverlust, Oberbauchbeschwerden oder Zeichen einer Lebererkrankung umfassen.

Bei der Interpretation des AFP-Wertes sollte berücksichtigt werden, dass auch gutartige Lebererkrankungen zu erhöhten Werten führen können. Ein erhöhter AFP-Wert allein erlaubt daher keine sichere Diagnose einer Tumorerkrankung. Die Beurteilung erfolgt stets im Zusammenhang mit weiteren Laborwerten, bildgebenden Untersuchungen und dem klinischen Befund.


Zur Beurteilung von Lebererkrankungen und Tumorerkrankungen werden häufig zusätzlich folgende Laborwerte bestimmt:

  • GOT (AST)
  • GPT (ALT)
  • Gamma-GT (GGT)
  • GLDH
  • Bilirubin
  • Alkalische Phosphatase (AP)
  • CEA
  • CA 19-9


Referenzbereich (Alpha-Fetoprotein):

• Unter 10 ng/ml

Referenzbereiche können je nach Labor und Messverfahren geringfügig abweichen.


Hinweis: Alpha-Fetoprotein (AFP) wird vor allem als Tumormarker und zur Beurteilung bestimmter Lebererkrankungen eingesetzt. Erhöhte Werte sollten stets im Zusammenhang mit weiteren Untersuchungsbefunden und dem klinischen Bild bewertet werden.*


Calcitonin

Calcitonin ist ein Hormon, das hauptsächlich von den C-Zellen der Schilddrüse gebildet wird. Es spielt eine Rolle im Calcium- und Knochenstoffwechsel und wirkt als Gegenspieler des Parathormons. Calcitonin trägt dazu bei, den Calciumspiegel im Blut zu regulieren, indem es unter anderem die Freisetzung von Calcium aus den Knochen hemmt.

In der klinischen Diagnostik wird Calcitonin vor allem als Tumormarker eingesetzt. Eine besondere Bedeutung hat der Wert bei der Diagnostik und Verlaufskontrolle des medullären Schilddrüsenkarzinoms (MTC), einer seltenen Form von Schilddrüsenkrebs.

Calcitonin ist wichtig für:

  • Die Regulation des Calciumstoffwechsels
  • Die Regulation des Knochenstoffwechsels
  • Die Diagnostik des medullären Schilddrüsenkarzinoms
  • Die Verlaufskontrolle nach Tumorbehandlungen
  • Die ergänzende Beurteilung von Schilddrüsenerkrankungen


Erhöhte Calcitoninwerte können unter anderem auftreten bei:

  • Medullärem Schilddrüsenkarzinom (MTC)
  • C-Zell-Hyperplasie
  • Bestimmten neuroendokrinen Tumoren
  • Chronischer Niereninsuffizienz
  • Entzündlichen Erkrankungen
  • Einnahme bestimmter Medikamente


Erniedrigte Calcitoninwerte haben in der Regel keine eigenständige klinische Bedeutung und werden meist als unauffällig angesehen.

Erhöhte Calcitoninwerte verursachen selbst keine Beschwerden. Die Symptome richten sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung.

Bei der Interpretation des Calcitoninwertes sollte berücksichtigt werden, dass Rauchen, Medikamente und verschiedene Begleiterkrankungen die Werte beeinflussen können. Erhöhte Befunde sollten daher stets weiter abgeklärt werden.

Zur Beurteilung von Schilddrüsen- und Calciumstoffwechselerkrankungen werden häufig zusätzlich folgende Laborwerte bestimmt:

  • TSH
  • fT3
  • fT4
  • TPO-Antikörper
  • TG-Antikörper
  • TRAK
  • Calcium
  • Parathormon
  • Vitamin D


Referenzbereich (Calcitonin):

• Frauen: unter 5 pg/ml

• Männer: unter 10 pg/ml

Referenzbereiche können je nach Labor und Messverfahren geringfügig abweichen.

Hinweis: Calcitonin ist ein wichtiger Tumormarker für das medulläre Schilddrüsenkarzinom. Erhöhte Werte sollten stets im Zusammenhang mit weiteren Untersuchungsbefunden und dem klinischen Bild beurteilt werden.

CA 125

CA 125 (Cancer Antigen 125) ist ein Eiweißstoff, der als Tumormarker in der Labordiagnostik verwendet wird. Er wird von verschiedenen Geweben des Körpers gebildet und kann im Blut nachgewiesen werden. Seine größte Bedeutung hat CA 125 bei der Verlaufskontrolle bestimmter gynäkologischer Tumorerkrankungen, insbesondere des Eierstockkrebses (Ovarialkarzinoms).

Erhöhte CA-125-Werte können bei Tumorerkrankungen auftreten, beispielsweise bei:

  • Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
  • Gebärmutterkrebs
  • Eileiterkarzinomen
  • Bestimmten anderen Tumorerkrankungen

Allerdings ist CA 125 kein spezifischer Tumormarker. Erhöhte Werte können auch bei zahlreichen gutartigen Erkrankungen beobachtet werden, darunter:

  • Endometriose
  • Eierstockzysten
  • Entzündungen im Beckenbereich
  • Lebererkrankungen
  • Schwangerschaft
  • Menstruation

Aus diesem Grund eignet sich CA 125 nicht als alleiniger Test zur Krebsdiagnose oder zur allgemeinen Vorsorgeuntersuchung. Die Aussagekraft des Tumormarkers ergibt sich vor allem aus dem Verlauf der Werte im Zusammenhang mit weiteren Untersuchungen.

Bei bereits diagnostizierten Tumorerkrankungen kann CA 125 unter anderem genutzt werden zur:

  • Verlaufskontrolle einer Therapie
  • Beurteilung des Behandlungserfolgs
  • Früherkennung möglicher Rückfälle (Rezidive)
  • Nachsorge nach einer Tumorbehandlung


Die Interpretation des Laborwertes sollte stets gemeinsam mit Beschwerden, bildgebenden Verfahren und weiteren Befunden erfolgen.

Hinweis: CA 125 ist ein wichtiger Tumormarker in der gynäkologischen Onkologie, eignet sich jedoch nicht zur alleinigen Krebsdiagnose. Besonders wertvoll ist die Beurteilung des Verlaufs über einen längeren Zeitraum, da Veränderungen der Werte wichtige Hinweise auf den Krankheitsverlauf liefern können.

Referenzbereich (CA 125):

• Unter 35 U/ml

Referenzbereiche können je nach Labor und Messverfahren geringfügig abweichen.

CA 15-3

CA 15-3 (Cancer Antigen 15-3) ist ein Tumormarker, der vor allem in der Diagnostik und Nachsorge von Brustkrebserkrankungen eingesetzt wird. Dabei handelt es sich um ein Eiweiß, das von bestimmten Körperzellen gebildet und im Blut gemessen werden kann.

Seine größte Bedeutung hat CA 15-3 bei der Verlaufskontrolle eines bereits diagnostizierten Mammakarzinoms. Veränderungen des Tumormarkers können Hinweise auf das Ansprechen einer Therapie oder auf den weiteren Krankheitsverlauf liefern.

Erhöhte CA-15-3-Werte können unter anderem auftreten bei:

  • Brustkrebs (Mammakarzinom)
  • Fortgeschrittenen oder metastasierten Tumorerkrankungen
  • Bestimmten Tumoren anderer Organe


Allerdings ist CA 15-3 kein spezifischer Tumormarker. Erhöhte Werte können auch bei gutartigen Erkrankungen beobachtet werden, beispielsweise bei:


Daher eignet sich CA 15-3 nicht als alleiniger Test zur Krebsfrüherkennung oder Diagnosestellung. Die Aussagekraft ergibt sich vor allem aus dem Verlauf der Werte über die Zeit und der Kombination mit weiteren Untersuchungen.

CA 15-3 wird häufig eingesetzt zur:

  • Verlaufskontrolle einer Brustkrebserkrankung
  • Überwachung des Therapieerfolgs
  • Nachsorge nach abgeschlossener Behandlung
  • Erkennung möglicher Krankheitsrückfälle (Rezidive)


Die Interpretation sollte immer gemeinsam mit klinischen Befunden, bildgebenden Verfahren und weiteren Laborwerten erfolgen.

Hinweis: CA 15-3 ist ein wichtiger Tumormarker in der Nachsorge von Brustkrebserkrankungen. Einzelne Messwerte besitzen oft nur eine begrenzte Aussagekraft. Besonders wertvoll ist die Beobachtung des Verlaufs, da Veränderungen über die Zeit wichtige Hinweise auf die Krankheitsaktivität liefern können.

Referenzbereich (CA 15-3):

• Unter 30 U/ml

Referenzbereiche können je nach Labor und Messverfahren geringfügig abweichen.

CA 19-9

CA 19-9 (Cancer Antigen 19-9) ist ein Tumormarker, der vor allem bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und bestimmter Organe des Verdauungssystems bestimmt wird. Es handelt sich um ein Eiweiß, das von verschiedenen Zellen des Magen-Darm-Trakts gebildet wird und im Blut nachweisbar ist.

Seine größte Bedeutung hat CA 19-9 bei der Verlaufskontrolle bereits bekannter Tumorerkrankungen. Der Marker wird insbesondere bei Tumoren der Bauchspeicheldrüse eingesetzt, kann aber auch bei anderen Erkrankungen erhöht sein.

Erhöhte CA-19-9-Werte können unter anderem auftreten bei:

  • Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)
  • Tumoren der Gallenwege
  • Magenkarzinomen
  • Darmtumoren
  • Bestimmten Lebererkrankungen


Allerdings ist CA 19-9 kein spezifischer Tumormarker. Auch verschiedene gutartige Erkrankungen können zu erhöhten Werten führen, beispielsweise:

  • Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)
  • Gallenstauungen
  • Gallensteine
  • Lebererkrankungen
  • Entzündliche Erkrankungen des Verdauungstrakts


Aus diesem Grund eignet sich CA 19-9 nicht als alleiniger Test zur Krebsfrüherkennung oder Diagnosestellung. Die Aussagekraft des Markers ergibt sich vor allem aus dem Verlauf der Werte und der Kombination mit weiteren Untersuchungen.

CA 19-9 wird häufig verwendet zur:

  • Verlaufskontrolle einer Tumorerkrankung
  • Beurteilung des Therapieerfolgs
  • Nachsorge nach einer Tumorbehandlung
  • Früherkennung möglicher Krankheitsrückfälle (Rezidive)


Die Interpretation sollte stets gemeinsam mit Beschwerden, bildgebenden Verfahren und weiteren Laborwerten erfolgen.

Hinweis: CA 19-9 ist ein wichtiger Tumormarker bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse und des Verdauungssystems. Einzelne Messwerte besitzen jedoch nur eine begrenzte Aussagekraft. Besonders wertvoll ist die Beobachtung des Verlaufs, da Veränderungen über die Zeit wichtige Hinweise auf die Krankheitsaktivität liefern können.

Referenzbereich (CA 19-9):

• Unter 37 U/ml

Referenzbereiche können je nach Labor und Messverfahren geringfügig abweichen.

CA 72-4

CA 72-4 (Cancer Antigen 72-4) ist ein Tumormarker, der vor allem bei bestimmten Tumorerkrankungen des Magen-Darm-Trakts bestimmt wird. Es handelt sich um ein Eiweiß, das von verschiedenen Tumorzellen gebildet und im Blut nachgewiesen werden kann.

Seine größte Bedeutung hat CA 72-4 bei der Verlaufskontrolle von Magenkarzinomen. Darüber hinaus kann der Marker auch bei anderen Tumorerkrankungen erhöht sein und wird häufig in Kombination mit weiteren Tumormarkern eingesetzt.

Erhöhte CA-72-4-Werte können unter anderem auftreten bei:

  • Magenkrebs (Magenkarzinom)
  • Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
  • Darmtumoren
  • Tumoren des Verdauungstrakts


Allerdings ist CA 72-4 kein spezifischer Tumormarker. Erhöhte Werte können auch bei gutartigen Erkrankungen beobachtet werden, beispielsweise bei:

  • Entzündungen des Magen-Darm-Trakts
  • Lebererkrankungen
  • Bestimmten gutartigen gynäkologischen Erkrankungen


Aus diesem Grund eignet sich CA 72-4 nicht als alleiniger Test zur Krebsfrüherkennung oder Diagnosestellung. Die Aussagekraft ergibt sich vor allem aus dem Verlauf der Werte und der Kombination mit weiteren diagnostischen Verfahren.

CA 72-4 wird häufig eingesetzt zur:

  • Verlaufskontrolle einer Tumorerkrankung
  • Beurteilung des Therapieerfolgs
  • Nachsorge nach einer Krebsbehandlung
  • Früherkennung möglicher Krankheitsrückfälle (Rezidive)


Die Interpretation sollte stets gemeinsam mit Beschwerden, bildgebenden Untersuchungen und weiteren Laborwerten erfolgen.

Hinweis: CA 72-4 ist ein Tumormarker, der insbesondere bei Magenkarzinomen und bestimmten anderen Tumorerkrankungen zur Verlaufskontrolle eingesetzt wird. Einzelne Messwerte besitzen nur eine begrenzte Aussagekraft. Besonders wichtig ist die Beobachtung von Veränderungen im zeitlichen Verlauf sowie die Bewertung im Zusammenhang mit weiteren Untersuchungsbefunden.

Referenzbereich (CA 72-4):

• Unter 6,9 U/ml

Referenzbereiche können je nach Labor und Messverfahren geringfügig abweichen.

CYFRA 21-1

CYFRA 21-1 ist ein Tumormarker, der aus Bruchstücken des Strukturproteins Cytokeratin 19 besteht. Dieses Protein kommt in vielen Epithelzellen des Körpers vor. Werden solche Zellen geschädigt oder vermehrt abgebaut, können Bestandteile von Cytokeratin 19 ins Blut freigesetzt und als CYFRA 21-1 nachgewiesen werden.

Der Tumormarker wird insbesondere bei bestimmten Krebserkrankungen der Lunge eingesetzt. Seine größte Bedeutung hat CYFRA 21-1 bei der Verlaufskontrolle des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms, insbesondere des Plattenepithelkarzinoms.

Erhöhte CYFRA-21-1-Werte können unter anderem auftreten bei:

  • Nicht-kleinzelligem Lungenkrebs
  • Plattenepithelkarzinomen
  • Tumoren der Harnblase
  • Bestimmten Tumoren im Kopf-Hals-Bereich
  • Verschiedenen anderen Tumorerkrankungen


Allerdings ist CYFRA 21-1 kein spezifischer Tumormarker. Erhöhte Werte können auch bei gutartigen Erkrankungen beobachtet werden, beispielsweise bei:

  • Chronischen Lungenerkrankungen
  • Entzündungen der Atemwege
  • Lebererkrankungen
  • Nierenerkrankungen


Aus diesem Grund eignet sich CYFRA 21-1 nicht als alleiniger Test zur Krebsfrüherkennung oder Diagnosestellung. Seine Aussagekraft liegt vor allem in der Verlaufskontrolle bereits bekannter Tumorerkrankungen.

CYFRA 21-1 wird häufig eingesetzt zur:

  • Verlaufskontrolle einer Tumorerkrankung
  • Beurteilung des Therapieansprechens
  • Nachsorge nach einer Krebsbehandlung
  • Erkennung möglicher Krankheitsrückfälle (Rezidive)


Die Interpretation sollte stets gemeinsam mit Beschwerden, bildgebenden Untersuchungen und weiteren Laborwerten erfolgen.

Hinweis: CYFRA 21-1 ist ein wichtiger Tumormarker bei bestimmten Lungen- und Plattenepithelkarzinomen. Einzelne Messwerte besitzen nur eine begrenzte Aussagekraft. Besonders wertvoll ist die Beobachtung des Verlaufs, da Veränderungen über die Zeit wichtige Hinweise auf den Krankheitsverlauf und den Therapieerfolg liefern können.

Referenzbereich (CYFRA 21-1):

• Unter 3,3 ng/ml

Referenzbereiche können je nach Labor und Messverfahren geringfügig abweichen.

NSE (Neuronenspezifische Enolase)

Die Neuronenspezifische Enolase (NSE) ist ein Eiweißstoff, der vor allem in Nervenzellen sowie in bestimmten neuroendokrinen Zellen des Körpers vorkommt. Unter normalen Bedingungen befindet sich NSE überwiegend innerhalb der Zellen. Werden diese geschädigt oder vermehrt abgebaut, kann NSE ins Blut freigesetzt und dort gemessen werden.

In der Labormedizin wird NSE vor allem als Tumormarker bei bestimmten Krebserkrankungen eingesetzt. Seine größte Bedeutung hat der Marker bei kleinzelligem Lungenkrebs (Small Cell Lung Cancer, SCLC) sowie bei einigen neuroendokrinen Tumoren.

Erhöhte NSE-Werte können unter anderem auftreten bei:

  • Kleinzelligem Lungenkarzinom
  • Neuroendokrinen Tumoren
  • Neuroblastomen
  • Bestimmten Tumoren des Nervensystems


Allerdings ist NSE kein spezifischer Tumormarker. Erhöhte Werte können auch bei nicht-tumorbedingten Erkrankungen beobachtet werden, beispielsweise bei:

  • Schlaganfällen
  • Schädel-Hirn-Verletzungen
  • Neurologischen Erkrankungen
  • Schweren Entzündungsprozessen
  • Nierenerkrankungen


Aus diesem Grund eignet sich NSE nicht als alleiniger Test zur Krebsfrüherkennung oder Diagnosestellung. Die Aussagekraft liegt vor allem in der Verlaufskontrolle bereits bekannter Tumorerkrankungen.

NSE wird häufig eingesetzt zur:

  • Verlaufskontrolle einer Tumorerkrankung
  • Beurteilung des Therapieansprechens
  • Nachsorge nach einer Krebsbehandlung
  • Erkennung möglicher Krankheitsrückfälle (Rezidive)


Die Interpretation sollte stets gemeinsam mit Beschwerden, bildgebenden Untersuchungen und weiteren Laborwerten erfolgen.

Hinweis: NSE ist ein wichtiger Tumormarker bei kleinzelligem Lungenkrebs und bestimmten neuroendokrinen Tumoren. Einzelne Messwerte besitzen nur eine begrenzte Aussagekraft. Besonders wichtig ist die Beurteilung des Verlaufs, da Veränderungen der Werte wertvolle Hinweise auf den Krankheitsverlauf und den Therapieerfolg liefern können.

Referenzbereich (NSE – Neuronenspezifische Enolase):

• Unter 16,3 ng/ml

Referenzbereiche können je nach Labor und Messverfahren geringfügig abweichen.

CEA (Carcinoembryonales Antigen)

CEA (Carcinoembryonales Antigen) ist ein Tumormarker, der in der Labordiagnostik vor allem zur Verlaufskontrolle bestimmter Krebserkrankungen eingesetzt wird. Es handelt sich um ein Eiweiß, das während der embryonalen Entwicklung in größeren Mengen gebildet wird. Bei gesunden Erwachsenen sind die Konzentrationen im Blut normalerweise niedrig.

Erhöhte CEA-Werte können bei verschiedenen Tumorerkrankungen auftreten, insbesondere bei:

  • Darmkrebs (kolorektales Karzinom)
  • Magenkrebs
  • Bauchspeicheldrüsenkrebs
  • Lungenkrebs
  • Brustkrebs
  • Bestimmten anderen Tumorerkrankungen


Allerdings ist CEA kein spezifischer Tumormarker. Erhöhte Werte können auch bei gutartigen Erkrankungen und anderen Einflussfaktoren beobachtet werden, beispielsweise bei:

  • Chronischen Entzündungen
  • Lebererkrankungen
  • Darmerkrankungen
  • Rauchen
  • Bestimmten Lungenerkrankungen


Daher eignet sich CEA nicht als alleiniger Test zur Krebsfrüherkennung oder Diagnosestellung. Seine größte Bedeutung liegt in der Überwachung bereits bekannter Tumorerkrankungen.

CEA wird häufig eingesetzt zur:

  • Verlaufskontrolle einer Tumorerkrankung
  • Beurteilung des Therapieerfolgs
  • Nachsorge nach einer Krebsbehandlung
  • Früherkennung möglicher Krankheitsrückfälle (Rezidive)


Besonders wichtig ist dabei die Beobachtung des zeitlichen Verlaufs. Veränderungen der CEA-Werte können Hinweise darauf geben, wie eine Erkrankung auf eine Behandlung anspricht oder ob weitere Untersuchungen sinnvoll sind.

Die Interpretation sollte stets gemeinsam mit Beschwerden, bildgebenden Verfahren und weiteren Laborwerten erfolgen.

Hinweis: CEA ist einer der bekanntesten Tumormarker und wird vor allem zur Verlaufskontrolle von Tumorerkrankungen eingesetzt. Einzelne Messwerte besitzen nur eine begrenzte Aussagekraft. Besonders wertvoll ist die Beurteilung der Entwicklung der Werte über einen längeren Zeitraum.

Referenzbereich (CEA – Carcinoembryonales Antigen):

• Nichtraucher: unter 3,0 ng/ml

• Raucher: unter 5,0 ng/ml

Referenzbereiche können je nach Labor und Messverfahren geringfügig abweichen.

PSA (Prostata-spezifisches Antigen)

PSA (Prostata-spezifisches Antigen) ist ein Eiweiß, das überwiegend in der Prostata gebildet wird. Seine Hauptaufgabe besteht darin, die Samenflüssigkeit zu verflüssigen und dadurch die Beweglichkeit der Spermien zu unterstützen. Ein kleiner Teil des PSA gelangt auch in den Blutkreislauf und kann dort im Rahmen einer Laboruntersuchung gemessen werden.

Die Bestimmung des PSA-Wertes wird vor allem zur Beurteilung von Erkrankungen der Prostata eingesetzt. Erhöhte PSA-Werte können auf Veränderungen der Prostata hinweisen, erlauben jedoch keine sichere Aussage über deren Ursache.

Erhöhte PSA-Werte können unter anderem auftreten bei:

  • Gutartiger Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie)
  • Entzündungen der Prostata (Prostatitis)
  • Harnwegsinfektionen
  • Prostatakrebs
  • Nach bestimmten medizinischen Untersuchungen oder Eingriffen
  • Nach intensiver körperlicher Belastung im Beckenbereich


Da verschiedene Faktoren den PSA-Wert beeinflussen können, eignet sich der Laborwert nicht als alleiniger Nachweis einer Krebserkrankung. Vielmehr dient er als Baustein in der Diagnostik und Nachsorge von Prostataerkrankungen.

Bei bereits bekanntem Prostatakrebs wird PSA häufig eingesetzt zur:

  • Verlaufskontrolle der Erkrankung
  • Beurteilung des Therapieerfolgs
  • Nachsorge nach einer Behandlung
  • Früherkennung möglicher Rückfälle (Rezidive)


Neben dem Gesamt-PSA können in bestimmten Situationen weitere Parameter wie das freie PSA (fPSA) oder das Verhältnis von freiem zu Gesamt-PSA bestimmt werden, um die Aussagekraft der Untersuchung zu verbessern.

Hinweis: PSA ist der wichtigste Laborwert zur Beurteilung von Veränderungen der Prostata. Ein erhöhter Wert bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Prostatakrebs vorliegt. Die Interpretation sollte stets gemeinsam mit Beschwerden, körperlicher Untersuchung, bildgebenden Verfahren und weiteren Befunden erfolgen.

Referenzbereich (PSA – Prostataspezifisches Antigen):

• Unter 4,0 ng/ml

Referenzbereiche können je nach Alter, Labor und Messverfahren geringfügig abweichen.

Tumor M2-PK im Stuhl

Tumor M2-PK (Tumor-M2-Pyruvatkinase) ist ein Stoffwechselmarker, der im Stuhl bestimmt werden kann. Das Enzym Pyruvatkinase spielt eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel von Zellen. Bestimmte Zelltypen, darunter auch Tumorzellen, weisen häufig erhöhte Mengen einer speziellen Form dieses Enzyms auf, der sogenannten Tumor-M2-Pyruvatkinase.

Die Bestimmung von Tumor M2-PK im Stuhl dient dazu, Hinweise auf veränderte Stoffwechselaktivitäten im Darm zu erhalten. Der Marker kann bei verschiedenen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts erhöht sein und wird gelegentlich als ergänzende Untersuchung im Rahmen der Darmdiagnostik eingesetzt.

Erhöhte Tumor-M2-PK-Werte können unter anderem auftreten bei:


Da der Marker nicht spezifisch für Krebserkrankungen ist, erlaubt ein erhöhter Wert keine Diagnose. Auch gutartige entzündliche Prozesse können zu erhöhten Ergebnissen führen.

Tumor M2-PK eignet sich daher nicht als alleinige Untersuchungsmethode zur Krebsdiagnose oder Vorsorge. Auffällige Befunde sollten stets durch weitere diagnostische Maßnahmen abgeklärt werden, beispielsweise durch bildgebende Verfahren oder eine Darmspiegelung.

Die Interpretation des Laborwertes sollte immer im Zusammenhang mit Beschwerden, Risikofaktoren, weiteren Stuhluntersuchungen und medizinischen Befunden erfolgen.

Hinweis: Tumor M2-PK im Stuhl ist ein Stoffwechselmarker, der Hinweise auf Veränderungen im Darm liefern kann. Ein erhöhter Wert bedeutet nicht automatisch das Vorliegen einer Krebserkrankung. Besonders wichtig ist die Beurteilung im Gesamtkontext sowie die gegebenenfalls erforderliche weitere Abklärung auffälliger Befunde.

Referenzbereich (M2-PK im Stuhl):

• Unter 4 U/ml

Referenzbereiche können je nach Labor und Messverfahren geringfügig abweichen.

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