Schlangengifttherapie – Eine Therapie mit Biss 🐍

Grüne Baumschlange auf einem Ast inmitten üppiger Natur

🕛 Lesezeit: 5 Min

Schlangengift als Therapie?

Das klingt zunächst einmal nach einer ungewöhnlichen Kombination. Schließlich denkt man bei Schlangengift normalerweise nicht zuerst an Gesundheit, sondern an Gefahr.

Doch ein genauerer Blick lohnt sich.

Denn Schlangengift ist nicht einfach nur „Gift“. Es handelt sich um eine komplexe Mischung verschiedener natürlicher Substanzen. Genau diese besondere Zusammensetzung macht Schlangengifte seit Langem auch für therapeutische Überlegungen interessant.

Natürlich wird dabei kein Schlangengift in ursprünglicher Form verabreicht. Für die Therapie werden speziell aufbereitete Präparate verwendet, die gezielt und individuell eingesetzt werden.

Und damit sind wir schon mitten im Thema.

Was steckt hinter den Namen?

Vielleicht sind Ihnen bei der Schlangengifttherapie schon einmal Namen wie Crotalus, Lachesis oder Naja begegnet.

Hinter diesen Bezeichnungen stehen unterschiedliche Ausgangsstoffe und Präparate:

Crotalus – Klapperschlange

Lachesis – Buschmeister

Naja – Kobra

Schon diese wenigen Namen zeigen: Schlangengift ist nicht gleich Schlangengift.

Die verschiedenen Schlangen besitzen unterschiedliche Giftzusammensetzungen. Entsprechend gibt es auch unterschiedliche therapeutische Präparate.

Genau diese Vielfalt macht die Schlangengifttherapie so interessant.


Warum ausgerechnet Schlangengift?

Vielleicht ist das genau die spannendste Frage.

Die Natur bringt eine erstaunliche Vielfalt an Stoffen hervor, die auf biologische Vorgänge einwirken können. Schlangengifte gehören zu den besonders komplex zusammengesetzten natürlichen Substanzgemischen.

In der Schlangengifttherapie werden diese besonderen Eigenschaften therapeutisch genutzt. Dabei steht nicht einfach nur die Erkrankung im Mittelpunkt. Entscheidend ist vielmehr die individuelle Situation des Menschen.

  • Welche Beschwerden bestehen?
  • Wie lange gibt es sie bereits?
  • Welche Erfahrungen wurden mit bisherigen Behandlungen gemacht?

Aus diesen Informationen ergibt sich das jeweilige therapeutische Vorgehen.

Wie kommt das Schlangengift zum Patienten?

Natürlich nicht mit einer Schlange im Behandlungszimmer. 

Die verwendeten Präparate werden speziell aufbereitet und können je nach Behandlungskonzept in unterschiedlichen Formen eingesetzt werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Injektion.

Dabei werden die Präparate gezielt und in sehr kleinen Mengen angewendet.

Gerade die Injektion ist für viele Patienten interessant. Denn dabei kommt schnell die Frage auf:


Was spüre ich eigentlich danach?

Eine leichte Rötung oder ein leichtes Brennen an der Einstichstelle kann durchaus auftreten.

Diese lokale Reaktion wird als Ausdruck der Enzymaktivität des Präparates verstanden. Sie ist daher nicht automatisch ein Zeichen dafür, dass etwas nicht vertragen wird.

Die Reaktion ist in der Regel vorübergehend.

Warum gibt es nicht einfach ein einziges Präparat?

Weil die Schlangengifttherapie verschiedene Ausgangsstoffe und Präparate kennt. Die unterschiedlichen Schlangengifte besitzen jeweils ihre eigenen Eigenschaften, und auch die daraus entwickelten Präparate unterscheiden sich voneinander.

Crotalus steht beispielsweise für den Bereich der Klapperschlangen, Lachesis für den Buschmeister und Naja für die Kobra. Serpalgin wiederum ist eine Präparatebezeichnung.

Welches Präparat ausgewählt wird, hängt vom jeweiligen therapeutischen Ansatz und von der individuellen Situation des Patienten ab. Je nach Behandlung können auch verschiedene Präparate miteinander kombiniert werden.

Genau diese Vielfalt ermöglicht eine individuelle Gestaltung der Therapie.

Bei welchen Beschwerden kann Schlangengifttherapie eingesetzt werden?

Die naturheilkundliche Anwendung ist vielseitig.

Die hochwertigen Präparate kommen in einem breiten Wirkstoffspektrum zum Einsatz.

  • Rheumatische Erkrankungen
  • Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen
  • Migräne, Kopfschmerzen
  • Allergien
  • Erkrankungen von Lunge und Bronchien
  • Hauterkrankungen
  • Augenerkrankungen
  • Chronische Entzündungen
  • Depressionen und Angstzustände

Was macht diese Therapie so besonders?

Vielleicht ist es die Verbindung aus einem besonderen Naturstoff und einer sehr individuellen Anwendung.

Schlangengifttherapie bedeutet nicht einfach:

„Eine Erkrankung – ein Mittel.“

Vielmehr geht es darum, verschiedene Präparate gezielt auszuwählen und auf die persönliche Situation abzustimmen.

Und genau das macht diese Therapie für Menschen interessant, die sich für naturheilkundliche Behandlungsmöglichkeiten interessieren und gerne etwas genauer hinschauen möchten.


Eine Therapie mit Biss

Wer sich näher mit dieser besonderen Behandlungsmethode beschäftigt, entdeckt eine erstaunliche Vielfalt an Präparaten und Anwendungsmöglichkeiten.

Hinter der Schlangengifttherapie steckt mehr, als der Name zunächst vermuten lässt.

Eben eine Therapie mit Biss. 🐍

Peter Wegmann 

Heilpraktiker in vierter Genration

Über 30 Jahre Berufserfahrung

Ich verbinde moderne Labordiagnostik mit naturheilkundlicher Erfahrung

und einem klaren Blick auf die individuellen Zusammenhänge jedes Menschen

Schlangengifttherapie